Studie 2026

AI im Einkauf

AI Readiness-Studie

Wie bereit sind Einkaufsabteilungen wirklich für KI? Die Insave-Studie "AI im Einkauf" untersucht den KI-Reifegrad von Einkaufsorganisationen anhand eines standardisierten Assessments mit 15 Fragen in 5 Dimensionen: von der Prozesslandschaft über Datenqualität bis zur konkreten Investitionsbereitschaft. Die Teilnehmer sind Einkaufsleiter und CPOs aus Industrie, Bau, Pharma, Automotive und weiteren Branchen. Die Ergebnisse werden laufend aktualisiert, sobald neue Teilnehmer das Assessment abschliessen.

Teilnehmerprofil (Stand 11.07.2026)

41

Einkaufsleiter

1306

Einkäufer repräsentiert

14.7 Mrd.

CHF Einkaufsvolumen

407 Mio.

CHF Durchschnitt

Teilnehmende Branchen

Industrie & MaschinenbauBauGesundheitswesen & PharmaAutomotiveEnergie & InfrastrukturLebensmittel & HandelElektronik & TechnologieTransportLuftfahrtVersicherung

Kern-Ergebnis

Was Einkaufsleiter sich als Prio 1 Gewinn durch KI im Einkauf wünschen

Zeitersparnis und Entlastung des Teams49%
Bessere Daten und Entscheidungsgrundlagen46%
Messbare Kosteneinsparungen2%
Risikominimierung und Compliance-Sicherheit2%

Insave, “AI im Einkauf”, 2026, n=41

AI Readiness-Verteilung

Jeder Teilnehmer erhält einen Score von 0 bis 100, berechnet über fünf Dimensionen. Der Score bestimmt den Reifegrad.

Fortgeschritten (81-100 Punkte)
9 Teilnehmer (22%)

Bereit für fortgeschrittene KI-Anwendungen wie agentenbasierte Beschaffung und autonome Verhandlungsunterstützung.

Im Aufbau (56-80 Punkte)
29 Teilnehmer (70.7%)

Solide Einkaufsprozesse und Strategie, aber konkrete KI-Umsetzung und Datenintegration fehlen noch.

Einsteiger (31-55 Punkte)
3 Teilnehmer (7.3%)

Erste digitale Strukturen vorhanden, aber deutliche Lücken bei Daten, Prozessen und Automatisierung.

Manuell (0-30 Punkte)
0 Teilnehmer (0%)

Überwiegend manuelle Prozesse, kaum Digitalisierung im Einkauf.

Die fünf Dimensionen

Das Assessment misst die AI Readiness über fünf Dimensionen. Die Balken zeigen den Durchschnittswert aller Teilnehmer.

Prozesslandschaft

8.1/12 (67%)

Wie automatisiert und standardisiert sind die Kernprozesse im Einkauf, von der Bestellanforderung bis zur Rechnungsverarbeitung?

Daten & Transparenz

9.2/12 (77%)

Wie transparent und zugänglich sind Spend-Daten, Lieferanteninformationen und dokumentiertes Einkaufswissen?

Team & Ressourcen

5.1/8 (63%)

Wie ist das Einkaufsteam aufgestellt und wie viel Kapazität bleibt für strategische Arbeit jenseits des Tagesgeschäfts?

Schmerzpunkte & Investitionen

6/8 (75%)

Wie komplex ist der Einkauf und wie weit ist die Organisation bei konkreten Investitionen in Digitalisierung und KI?

Zukunft & Readiness

5.2/8 (65%)

Wie hoch ist die Priorität von KI auf Management-Ebene und wie konkret sind die Pläne, in den nächsten Monaten zu investieren?

Das Muster: Einkaufsorganisationen sind fachlich reif, scheitern aber systematisch an Datenqualität, Technologie-Integration und konkreter KI-Umsetzung. Genau hier liegt der grösste Hebel.

Womit Einkaufsleiter am meisten kämpfen

Wiederkehrende Themen aus den Tiefeninterviews mit den Studienteilnehmern.

55%

Operative Überlastung

Ein Grossteil der Arbeitszeit geht in operative Routineaufgaben. Für strategischen Einkauf, Kategoriestrategien oder Lieferantenentwicklung bleibt kaum Kapazität. Lieferantenverhandlungen werden durchgewunken, weil niemand Zeit hat, Preiserhöhungen zu hinterfragen.

40%

Manuelle Rechnungsverarbeitung

OCR-Raten im einstelligen Prozentbereich, Rechnungsprüfung per E-Mail und Excel, 3-Way-Matching von Hand. In einem Fall beschäftigt ein Unternehmen 12 Personen allein für die manuelle Rechnungserfassung bei 60.000 Rechnungen pro Jahr.

30%

Fehlende Spend-Transparenz

Kein konsolidierter Spend-Überblick, Tail Spend nicht nachverfolgbar, monatliche Excel-Reports statt Echtzeit-Dashboards. Einkaufsleiter gehen in Lieferantenverhandlungen ohne belastbare Datenbasis.

27%

Wissen in Köpfen und Silos

Einkaufswissen steckt in den Köpfen einzelner Personen, in OneNote oder in Dropbox-Ordnern. Kein institutionelles Gedächtnis, kein Single Point of Truth. Wenn jemand geht, geht das Wissen mit.

23%

Veraltete ERP-Systeme als Blocker

ERP-Systeme, die seit 15 Jahren kein Update mehr erhalten haben, ohne APIs und ohne Live-Daten. Sie verhindern Automatisierung und machen KI-Integration praktisch unmöglich.

Basierend auf Tiefeninterviews mit den Studienteilnehmern (n=30). Die Prozentzahl zeigt, in wie vielen Gesprächen dieses Thema genannt wurde.

Tatjana Frick

Tatjana Frick

CEO, Insave

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Methodik

Die Insave-Studie "AI im Einkauf" erhebt seit April 2026 den KI-Reifegrad von Einkaufsabteilungen. Teilnehmer sind Einkaufsleiter und CPOs aus Unternehmen mit 3 bis 140 Einkäufern und einem Einkaufsvolumen von 8 Mio. bis 1.3 Mrd. CHF. Das Assessment umfasst 15 Fragen in 5 Dimensionen: Prozesslandschaft, Daten & Transparenz, Team & Ressourcen, Investitionen & Volumen sowie Zukunft & Readiness. Die Ergebnisse werden laufend aktualisiert.

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